Halbzeit: Ausbildungs-Update & Selbstreflexion

Am 26.09.2018 fand für viele Hamburger Azubis eine wichtige Prüfung statt: Die Zwischenprüfung. Die Voraussetzung für die Teilname an der Abschlussprüfung.

Um 10:30 Uhr ging’s los. Vor dem Prüfungsgebäude: Unzählige Auszubildende aus verschiedenen Berufen. Bereit einen wichtigen Teil der Ausbildung hinter sich zu bringen und somit einen Schritt näher an die Abschlussprüfung zu treten.

Mit dem Hintergedanken, dass die Note letztendlich nicht besonders wichtig ist, zumindest für die Kaufleute für Marketingkommunikation, da man durch die Teilnahme quasi schon bestanden hat, lässt sich die Prüfung ziemlich leicht über die Bühne bringen.

Selbstreflexion

Die Halbzeit der Ausbildung ist ein guter Anlass, um ein wenig über sich selbst und die gelernten Dinge zu reflektieren. Was hat sich im letzten Jahr verändert? Wie habe ich mich verändert? Habe ich mich überhaupt verändert? Was habe ich dazu gelernt? Welche Menschen habe ich dazugewonnen? Welche sind gegangen? Bin ich glücklich?

Bei mir hat sich seit Beginn der Ausbildung so einiges verändert:

  1. Die erste eigene Wohnung: Im November 2017 bin ich von Zuhause ausgezogen und  wohne nun in einer eigenen Wohnung. Das war eine ziemliche Umstellung und manchmal habe ich etwas Heimweh, aber ich fahre fast jedes Wochenende in die Heimat. Die eigenen 4 Wände haben aber auch etwas tolles an sich, denn jetzt bin ich die Chefin und kann machen, was ich möchte ohne dass sich jemand daran stören könnte.
  2. Ein neuer Nebenjob: Da das Ausbildungsgehalt nie der Knaller ist, habe ich mich auf die Suche nach einem Nebenjob gemacht. Es war jedoch nicht einfach einen Job zu finden, der sich mit meinen täglichen Bürozeiten verbinden lässt, ohne dass ich am Wochenende noch arbeiten müsste. Aber ich habe eine Lösung gefunden: KINO. Ich arbeite als Platzanweiser in einem wunderschönen Kino mitten in Hamburg. Dadurch habe ich viele neue, supernette Menschen kennengelernt und das Beste: Freier Eintritt in jeden Film und Unmengen an Popcorn und Nachos.
  3. Neue Freunde: Wie bereits erwähnt, habe ich ich durch meinen Nebenjob tolle, neue Leute kennengelernt, die ich alle sehr mag. Aber nicht nur dort, sondern auch in meiner Berufsschulklasse und in meiner Agentur habe ich neue Freunde gefunden, ohne die die Ausbildungszeit nur halb so schön wäre. Besonders die andere Auszubildende in meiner Agentur ist zu einer sehr guten, sogar zu einer meiner besten Freundinnen, geworden.
  4. Neue Hobbies: Ich habe entdeckt, dass es mir Spaß macht zu schreiben. Irgendwie habe ich das ja schon immer geahnt, aber mich nie konkret damit auseinander gesetzt. Einer meiner Chefs fördert mich und gibt mir Texteraufgaben. Außerdem habe ich endlich angefangen einen Blog zu schreiben.
  5. Charakterliche Veränderung: Ich merke, dass ich mich auch charakterlich verändert habe. Ich bin offener, bin mehr ich und es interessiert mich mittlerweile nicht mehr so sehr wie früher, was andere über mich denken. Ich gehe mittlerweile ohne Angst auf andere Menschen zu. Außerdem habe ich gemerkt, dass ich auch alleine gerne Dinge unternehme. Ich erkunde Hamburg größtenteils alleine, weil ich mir dann einfach so viel Zeit lassen kann, wie ich möchte. Letztens war ich sogar das erste Mal alleine im Kino.
  6. Äußerliche Veränderung: Ich trage das, worauf ich Lust habe. Mir ist egal, ob anderen mein Outfit eventuell nicht gefallen könnte. Im Outfit planen bin ich wirklich schlecht, denn ich kleide mich immer nach Gefühl. Ich höre aus meinem Freundeskreis öfter, dass ich ja plötzlich so „hamburgisch“ aussehe oder eben wie jemand, der aus der Großstadt kommt, so „Hipster“. Ich nehme das insgeheim als riesiges Kompliment und freue mich total darüber. Auch mein Chef hat schon ein-, zweimal angemerkt, dass er die Entwicklung meines Charakters und meines Stils total klasse fände.

 

Zusammengefasst bin ich wirklich froh, dass ich meine Ausbildung in Hamburg mache und so die Chance habe in dieser tollen Stadt zu leben. Ich habe bisher so viel über mich selbst gelernt, habe neue Leute kennengelernt, neue Stärken und Schwächen entdeckt und bin über mich hinaus gewachsen. Ich habe einen großen Schritt in Richtung „Erwachsensein“ gemacht – auch, wenn ich mich in keinster Weise erwachsen fühle oder mich jemals als Erwachsener betiteln würde. Ist doch auch voll langweilig – so als Erwachsener.

Ich bin glücklich in Hamburg. ⚓️❤️

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5 Gedanken zu “Halbzeit: Ausbildungs-Update & Selbstreflexion

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